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Winterthur, St. Gallen und Bukarest vor der Brust
Eine lange Saison liegt vor den Kadetten. Im Drei-Tages-Rhythmus geht es diese Woche in den nächsten Spitzenkampf in der Quickline Handball League, ehe nach dem Duell am Samstag in St. Gallen am 30. September in eigener Halle der Startschuss in der European League gegen Bukarest erfolgt. Zunächst galt es sich nach der genickbrechenden schlechten Phase in Kriens, in der leichte technische Fehler und überhastete Abschlüsse einen nicht mehr einzuholenden Rückstand einbrachten, abzuschütteln und aufzuarbeiten. «Das tut unfassbar weh, vor allem in der Deutlichkeit», sagte Lukas Saueressig nach der 32:38-Niederlage. «Wir verlieren zu schnell die Bälle», konstatierte der Rückraumspieler und richtete den Blick sogleich auf das nächste Heimspiel am Mittwoch. Dann wird es nicht einfacher. Mit dem Tabellendritten Pfadi Winterthur stellt sich ein Team in der BBC Arena vor, mit dem die Kadetten erst vor wenigen Tagen die Klingen gekreuzt hatten. Ariel Pietrasik konnte in Unterzahl in der letzten Minute noch den 29:29-Ausgleich in der Eulachstadt markieren.
Gut vorbreiten und gewinnen
Somit dürfte sieh auch dieses Mal ein heisser Kampf zwischen den beiden Derbyrivalen entwickeln. «Es gibt nicht viel Zeit zum Überlegen», weiss Saueressig. «Das ist auch das Gute, dass wir das schnell abhaken und wieder auf die neue Herausforderung sehen.» Vor allem konzentrierter und sichererer im Umgang mit dem Ball müsse man aus seiner Sicht agieren. Als Mannschaft aus der kleinen Schwächephase befreien möchte sich Captain Luka Maros. «Letzte Saison hatten wir keine bis zum Final, jetzt müssen wir uns gemeinsam berappeln, etwas daraus ziehen und das nächste Spiel gewinnen», gibt er die Marschrote für das zweite Derby gegen Pfadi Winterthur vor. Der Gegner hatte am Wochenende spielfrei und wir gut vorbereitet und ausgeruht den kurzen Weg nach Schaffhausen antreten. Josip Peric schätzt Pfadi stärker als in der letzten Saison ein und bringt es kurz und knapp auf den Punkt: «Wir müssen uns gut vorbereiten und das Spiel gewinnen.»
Auf der Suche nach der Topform
Im ersten Duell spielten sich auf Seiten der Winterthurer vor allem Tim Rellstab sowie der schwedische Torwart-Neuzugang Rickard Frisk mit einigen Paraden ins Rampenlicht. Anknüpfen können die Kadetten an die über weite Strecken gute erste Halbzeit in Kriens, als sie das Tempo im Vergleich zum Derby bei Pfadi deutlich erhöht und dem Kontrahenten damit grosse Probleme bereitet hatten. Doch auf der anderen Seite bilanzierte National- und HCKL-Trainer Andy Schmid: «Das war in der Meisterschaft bisher unsere beste Leistung.» Die Kadetten sind von ihrem besten Leistungsvermögen – noch – etwas entfernt.

