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Spitzenspiel der Ungeschlagenen in Kriens
18. September 2026
Andreas Joas
Am Sonntag um 17 Uhr ist es so weit: Es kommt zum mit Spannung erwarteten Spitzenspiel des Tabellenzweiten HC Kriens-Luzern gegen den Tabellenführer Kadetten Schaffhausen und zur Neuauflage des Playoff-Finals der letzten Saison.
Quickline Handball League

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Sonntag, 17 Uhr | Pilatus Arena, Kriens

Beide Mannschaften verändern ihr Gesicht

Vieles hat sich seitdem verändert. Mit Andy Schmid steht per Doppelmandat der Schweizer Nationaltrainer neu an der Seitenline in Kriens, bei den Kadetten der ehemalige norwegische Nationaltrainer Jonas Wille mit seinem Assistenten Jørgen Laug, die Mannschaften erhielten auf beiden Seiten ein neues Gesicht. Mit Kevin Bonnefoi (Tremblay), Janis Scheidiger (HSC Suhr Aarau), Milos Orbovic (Saran Loiret), Radoijca Cepic (Gyori ETO), Gino Delchiapo (Borba Luzern) und On Langenick (Karriereende) verliessen wichtige Spieler des Erfolges in der letzten Spielzeit die Innerschweiz. Mit MVP Luca Sigrist wechselte der zum besten Spieler der abgelaufenen Saison gewählte Torschütze vom Dienst (313 Treffer in 2025/26) zur MT Melsungen in die Bundesliga. Dafür wurden grosse Namen wie Mykola Bilyk verpflichtet – einige mit Kadetten-Vergangenheit. So kommt es nun zum emotionalen Wiedersehen mit Moreno Car, Kristian Pilipovic und Lukas Herburger.

Wichtiges, aber kein saisonentscheidendes Spiel

Somit wird ein heisser Schlagabtausch erwartet. Wille ordnet den bevorstehenden Match als «grosses und wichtiges Spiel» ein und sagt: «Ich freue mich sehr auf das Duell, das Level zu sehen und die Rivalität zu spüren, über die alle sprechen.» Trotz der Bedeutung des direkten Aufeinandertreffens der beiden ungeschlagenen Spitzenteams betont der 50-Jährige gleichzeitig den frühen Zeitpunkt der Saison und dass noch viel Arbeit vor beiden Mannschaften vor der entscheidenden Phase der Saison liegen wird. «Aber», ist er sich sicher, «ein Sieg könnte eine gute Marke sein, auch wenn wir den Prozess erst begonnen haben. Also ein wichtiges, aber kein saisonentscheidendes Spiel.» Der Kadetten-Coach vermittelt viel Vorfreude auf einen grossen Kampf und die Jagd nach Verbesserung, möchte attackieren.

«Wir wollen dieses Gefühl, wichtige Spiele zu spielen, geniessen»

Schliesslich sei dieses Duell eine der Begegnungen, «die wir haben und spielen möchten. Wir wollen dieses Gefühl, wichtige Spiele zu spielen, geniessen. Wir freuen uns auf diesen Kampf.» Der Fokus liegt dabei auf der eigenen Leistung und dem, was man selbst beeinflussen kann. Dazu gehört eine Leistungssteigerung im Vergleich zum Remis bei Pfadi Winterthur vor einer Woche, als die Orangen lange nicht zu ihrem Spiel und ihren Stärken fanden, mit grossem Einsatz und Moral aber doch noch in Unterzahl einen Punkt in der letzten Minute sichern konnten. Insbesondere mit dem Tempo zeigte sich Wille nicht zufrieden. In der Abwehr und auf der Torwartposition sah es besser aus. Mathieu Seravalli blickt ebenfalls gespannt auf das erste Topspiel. Aufgrund der grossen Veränderungen auf beiden Seiten mit einhergehendem neuen Spielstil sind die Karten neu gemischt worden. «Wir wollen gewinnen und zeigen, dass wir da sind», sagt der im Sommer aus Bern in die Munotstadt gekommene Schlussmann.

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